Staubsauger unterscheiden sich unter anderem darin, wie aufgenommener Schmutz im Gerät abgeschieden und gesammelt wird. Ein Wasserstaubsauger verwendet dafür einen mit Wasser gefüllten Behälter. Die angesaugte Luft gelangt zusammen mit Staub, Haaren und anderen Verunreinigungen in diesen Bereich. Dort kommt der Luftstrom mit dem Wasser in Kontakt, sodass die mitgeführten Partikel in der Flüssigkeit gebunden werden. Das unterscheidet diese Bauart sowohl von Staubbeuteln als auch von trockenen Zyklonbehältern.
Kurzfassung
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Der Luftstrom führt Partikel in den Wasserbehälter
Der Motor erzeugt während des Betriebs einen Unterdruck, durch den Luft über die Düse in das Gerät strömt und lose Verunreinigungen wie Staub, Krümel, Sand, Haare oder Fasern durch den Saugschlauch in den Sammelbereich transportiert.
Bei einem Wasserstaubsauger übernimmt dort Wasser die Funktion des Sammelmediums. Je nach technischer Konstruktion wird die angesaugte Luft durch das Wasser oder in engem Kontakt mit dessen Oberfläche geführt. Verwirbelungen können dabei die Kontaktfläche zwischen Luftstrom und Flüssigkeit vergrößern und die Abscheidung von Schmutzpartikeln unterstützen.
Gelangen die mitgeführten Partikel in das Wasser, werden sie dort gebunden und im Behälter gesammelt. Wie feinste Schwebstoffe abgeschieden werden, hängt zusätzlich von der Luftführung, dem Abscheidesystem und möglichen weiteren Filterstufen ab. Entscheidend für die Abscheideleistung ist daher das Zusammenspiel aller Komponenten des jeweiligen Geräts.
Beutel und Wasser sammeln Schmutz auf andere Weise
Ein Beutelstaubsauger leitet die eingesaugte Luft durch einen luftdurchlässigen Filterbeutel. Größere Schmutzbestandteile bleiben im Beutel zurück, während die Luft weiter durch das Gerät geführt wird. Je nach Modell befinden sich weitere Filter vor oder hinter dem Motor.
Beim Wassersystem werden die aufgenommenen Verunreinigungen dagegen in einer Flüssigkeit gesammelt. Nach dem Saugen enthält der Behälter ein Gemisch aus Wasser und gebundenem Schmutz. Ein klassischer Staubbeutel wird deshalb nicht benötigt.
Die Art des Sammelbehälters bestimmt allerdings nicht allein, wie gründlich eine Fläche abgesaugt werden kann. Luftdurchsatz, Düse, Bürstenkonstruktion und Untergrund beeinflussen ebenfalls, welche Verunreinigungen überhaupt in das Gerät gelangen.
Zyklonstaubsauger trennen Partikel ohne Flüssigkeit
Beutellose Zyklonstaubsauger arbeiten mit einem trockenen Auffangbehälter. Die angesaugte Luft wird im Inneren in eine schnelle Drehbewegung versetzt. Größere und schwerere Partikel bewegen sich durch die entstehenden Fliehkräfte zur Behälterwand und gelangen anschließend in den Staubbehälter. Feinere Bestandteile können weitere Filter passieren oder dort zurückgehalten werden.
Das wassergeführte Verfahren verwendet ein anderes Abscheideprinzip. Dabei werden Verunreinigungen durch das Zusammenspiel von Wasser, Luftführung und Abscheidetechnik aus dem Luftstrom getrennt und im Wasser aufgefangen. Entsprechend unterscheiden sich die Rückstände: Im Zyklonbehälter sammelt sich trockener Staub, während beim Wassersystem verschmutzte Flüssigkeit anfällt.
Beim Entleeren verhält sich trockener Staub anders als in Wasser gebundener Schmutz. Trockener Staub kann beim Ausschütten eines Behälters aufgewirbelt werden. Beim Wassersystem befinden sich die abgeschiedenen Verunreinigungen dagegen im Schmutzwasser und werden gemeinsam mit diesem entsorgt.
Düse und Bodenbelag beeinflussen die Schmutzaufnahme
Auf Fliesen, Parkett oder Laminat liegen Krümel, Haare und andere lose Verunreinigungen überwiegend an der Oberfläche. Teppiche besitzen dagegen Fasern, zwischen denen sich Sand, Haare und Staub festsetzen können. Polstermöbel weisen wiederum textile Gewebe und unterschiedliche Polsterungen auf.
Für solche Oberflächen werden verschiedene Düsen und Bürsten eingesetzt. Eine Bürste, beispielsweise eine motorbetriebene Elektrobürste, kann Teppichfasern mechanisch bearbeiten und darin sitzende Verunreinigungen lösen. Für empfindliche Hartböden kommen dagegen entsprechend geeignete Bodendüsen zum Einsatz, die auf die jeweilige Oberfläche abgestimmt sind.
Der Wasserbehälter wird nach dem Saugen gereinigt
Nach dem Saugen befinden sich im Wasserbehälter das Schmutzwasser und die aufgenommenen Rückstände. Das Wasser wird entsprechend den Herstellerangaben entsorgt. Anschließend lassen sich der Behälter und die dafür vorgesehenen abnehmbaren Komponenten reinigen.
Damit unterscheidet sich das Wassersystem vom klassischen Beutelstaubsauger: Während ein Staubbeutel erst bei entsprechender Füllung gewechselt wird, wird der Wasserbehälter nach der Nutzung entleert und ausgespült. So werden die aufgenommenen Rückstände zusammen mit dem Schmutzwasser aus dem Gerät entfernt.
Wasser als Sammelmedium verändert die Handhabung
Bei einem Wassersystem muss vor der Reinigung Wasser als Filter eingefüllt werden, damit Staub und andere Stoffe im Wasser gebunden werden können. Gute Systeme bieten eine einfach Handhabung sowie Pausenfunktionen für eine einfache Bedienung an. Vor dem Einsatz wird die vorgesehene Wassermenge eingefüllt, nach dem Saugen lässt sich der Behälter entleeren, und reinigen. und für den nächsten Einsatz trocknen. Ein separater Staubbeutel ist bei diesem Prinzip nicht erforderlich.
Wie gut sehr feine Partikel abgeschieden werden, hängt von der Luftführung und der jeweiligen Abscheidetechnik des jeweiligen Modells ab. Das Wasser kann Partikel binden, die ausreichend mit der Flüssigkeit in Kontakt kommen. Bei Allergien sollte neben der technischen Konstruktion des Geräts berücksichtigt werden, wie feine Partikel abgeschieden und aufgenommener Staub anschließend entsorgt wird.
Fazit
Wassergeführte Staubsauger unterscheiden sich von Beutel- und Zyklongeräten primär durch ihr Sammelprinzip. Angesaugte Luft wird mit Wasser in Kontakt gebracht, sodas die transportierten Verunreinigungen in der Flüssigkeit verbleibt. Düsen, Luftstrom und weitere Filterkomponenten beeinflussen zusätzlich die Staubaufnahme und Abscheidung. Einige Systeme kombinieren dieses Prinzip zusätzlich mit einer Luftreinigungsfunktion. Das ist jedoch nicht bei jedem Wasserstaubsauger der Fall und sollte bei der Auswahl des Geräts gesondert geprüft werden.












